Schweizer Meistertitel
für Maja Kamber und Beat Heini

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KEGELN. Finaltag zum Abschluss der Schweizer Kegler-Meisterschaft 2018 in Heimberg.

Mit dem Finaltag am 14. Oktober schloss die 65. Schweizer Kegler-Meisterschaft im Rössli Heimberg. Maja Kamber aus Safenwil und Beat Heini aus Balsthal holten die Schweizer Meistertitel.

Die 65. Schweizer Kegler-Meisterschaft der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) in Heimberg endete mit dem Finaltag am 14. Oktober. Am Finalsonntag traten die 10 Damen und die 25 Herren mit den besten Meisterschafts-Resultaten im Hotel-Restaurant Rössli gegeneinander an. Mit Talent, zähem Ehrgeiz und dem Willen zum Sieg kämpften sie auf höchstem Niveau um die bedeutendste Auszeichnung des Jahres auf nationaler Ebene. Die Kegel fielen schliesslich zugunsten von Maja Kamber aus Safenwil und Beat Heini aus Balsthal.

Mit innerer Ruhe und Konzentration zum Sieg
In aufrechter Position steht Maja Kamber vor der Kegelbahn, die Kugel in der rechten Hand. Ihr Augenmerk richtet sich zunächst konzentriert auf die Bahn. Dann, einen Schritt mit dem linken Fuss nach vorn, den rechten Arm leicht nach hinten geneigt, holt Kamber zum Wurf aus. Den Oberkörper und den rechten Arm nach vorn gestreckt, schiebt sie die Kugel, steuert sie mit der Hand in die richtige Position lässt sie los... Der Wurf gelingt! Gut gemacht, weiter so...
Mit bravourösen 1610 Holz sicherte sich die Talentkeglerin aus dem Kanton Aargau den Schweizer Meistertitel. «Ein geniales Gefühl! Ich habe nie mit einem solchen Resultat gerechnet.» Umso glücklicher war sie über ihren Sieg. Ihr Erfolgsrezept? «Zuerst einmal heisst es ruhig Blut bewahren.» Als Nächstes mache sie den bestimmten Punkt auf der Kegelbahn ausfindig, von dem aus die Kugel am gradlinigsten auf ihr Ziel zurolle. «Hier setze ich die Kugel ab. Dieser entscheidende Punkt befindet sich bei jeder Bahn woanders. Jede Kegelbahn hat ihren eigenen Charakter, den es zu erkennen gilt.» Überdies achte sie auf ihre Stellung und den körperlichen Ablauf beim Wurf. «Das alles erfordert hohe Konzentration und mentale Stärke.» Die Silbermedaille erkämpfte sich Rosmarie Häni aus dem solothurnischen Bellach mit 1603 Holz. Auch sie äusserte sich sehr erfreut über ihre gelungene Leistung. «Ich verteidigte meine Position erfolgreich, die ich am Ende der Meisterschaftsspiele erreicht hatte», bemerkte sie nicht ohne Stolz.
Die Bronzemedaille ging an Erika Wittwer aus Thun. Sie landete mit 1597 Holz im dritten Rang. «Ein erfreuliches Resultat, ich hatte auf eine Medaille gehofft», legte sie dar. Zwei Bronzemedaillen hatte sie bereits bei den Schweizer Meisterschaften 2009 und 2012 erreicht und in den Jahren 2011, 2013, 2016 und 2017 Silber. «Fehlt nur noch die Goldmedaille in meiner Sammlung! Mein Ziel ist es, diese bei der kommenden Schweizer Meisterschaft zu holen. Und den Schweizer Meistertitel dazu!»

Souveräner Sieg für Beat Heini
Den Endkampf der Herren entschied Beat Heini aus Balsthal mit hervorragenden 1688 Holz für sich. Der Talentkegler zeichnete sich durch bemerkenswerte Gelassenheit und hohe Konzentration aus. Weder von den Zurufen des Publikums noch von den Gegenspielern auf den drei andern Bahnen liess er sich aus der Ruhe bringen. «Es gibt viele gute Kegler», betonte er im anschliessenden Interview. Um zur Spitze zu gelangen, brauche es jedoch mehr als kegeltechnisches Talent. «Kegeln ist in erster Linie Sache der Konzentration.» Es war ein deutlicher Sieg für Heini, der Abstand zu Marius Langenegger im zweiten Rang betrug nahezu 20 Holz. «Ich kegelte gegen viele starke Gegner und es ist mir gelungen, sie alle zu schlagen. Ein tolles Gefühl!», freute sich der neue Schweizer Meister. Natürlich gehöre auch eine Portion Glück dazu.
Marius Langenegger aus Hochdorf sicherte sich die Silbermedaille mit 1671 Holz. «Mit diesem super Resultat fühle ich mich als Kegelsportler bestätigt!», erklärte der ambitionierte Nachwuchskegler hocherfreut. «Die regelmässige Teilnahme an zahlreichen Meisterschaften während der vergangenen dreiviertel Jahre, die Vorbereitung auf die Schweizer Meisterschaft haben sich gelohnt.» Seine Position als zweitbester Schweizer Kegler dieses Jahres musste er sich jedoch hart verdienen. Fridolin Wicki aus Emmenbrücke folgte ihm dicht auf dem Fuss.
Wicki holte die Bronzemedaille mit 1669 Holz. «Ich bin ganz zufrieden mit diesem Resultat», äusserte er sich anschliessend. Erwartet habe er jedoch mehr. «Ich werde also mein Bestes geben, um künftig wieder ganz vorne mit dabei zu sein.» Fridolin Wicki zählt zu den namhaften Talenten und hat in seiner über 40-jährigen Kegellaufbahn zahlreiche nennenswerte Erfolge verbucht. In den Jahren 2000 und 2016 gewann er den Schweizer Meistertitel.

Ueli Stucki, OK-Präsident Schweizer Kegler-Meisterschaft 2018

Maja Kamber aus Safenwil begann ihre Laufbahn als Kegelsportlerin im Jahr 1988. «Meine Eltern frönten dem Kegelsport und animierten mich, es ihnen gleichzutun.» Heute ist sie Mitglied des Kegelklubs Orion in Aarau, der dem SFKV-Unterverband Talschaft angehört.

Beat Heini aus Balsthal begann seine Laufbahn als Kegelsportler im Jahr 1989. Zum ersten Mal kegelte er bei einem Plauschkegeln mit Nachbarn. Er zeigte Talent und fand Gefallen am Kegeln. Inzwischen ist er Mitglied des Elitekegelklubs Sinnlos in Fulenbach, der dem Unterverband Olten und Umgebung angehört. Sein Erfolgsrezept: «Es gibt viele gute Kegler. Um zur Spitze zu gelangen, braucht es jedoch mehr als kegeltechnisches Talent. Kegeln ist in erster Linie Sache der Konzentration.»

Rangliste Finaltag 2018 Damen:

1. Kamber Maja, Safenwil (1610 Holz), Schweizer Meisterin; 2. Häni Rosmarie, Bellach (1603), Silber; 3. Wittwer Erika, Thun (1597), Bronze; 4. Bohler Brigitte, Möhlin (1586); 5. Abrecht Doris, Seftigen (1580); 6. Lüthi Anita, Meiringen (1568); 7. Avella Esther, Zuchwil (1565); 8. Gygax Sylvia, Wangen b. Olten (1564); 9. Bürgin-Böhmer Ingrid, Ziefen (1557); 10. Leupp Trudy, Alpnach Dorf (1539).

Rangliste Finaltag 2018 Herren:

1. Heini Beat, Balsthal (1688 Holz), Schweizer Meister; 2. Langenegger Marius, Hochdorf LU (1671), Silber; 3. Wicki Fridolin, Emmenbrücke LU (1669), Bronze; 4. Soltermann Jürg, Wattenwil (1668); 5. Imfeld Paul, Lungern (1665); 6. Zingg Anton, Muhen (1661); 7. Urweider Ernst, Innertkirchen (1661); 8. Christen René, Kräiligen (1655); 9. Soltermann Marcel, Jegenstorf (1651); 10. Locher Martin, Heimberg (1645); 11. Strahm Jürg, Wynigen (1644); 12. Murat Markus, Aarburg (1642); 13. Lustenberger Max, Luzern (1640); 14. Teuscher Thomas, Zweilütschinen (1640); 15. Guldimann Stefan, Lostorf (1639); 16. Bieri Ruedi, Mühlethal (1637); 17. Heini Michael, Hägendorf (1636); 18. Lehmann Walter, Goldswil b. Interlaken (1632); 19. Dornbierer Walter, Courtelary (1631); 20. Gygax Peter, Lätti (1630); 21. Schmid Andreas, Frutigen (1623); 22. Böhlen Roland, Schöftland (1620); 23. Lustenberger René, Schachen LU (1610); 24. Blum Gerhard, Uttigen (1572); abwesend: 25. Scheidegger Roland, Wyssachen (824 am Ende der Meisterschaftsspiele).